Freitag, 22. Juli 2016

Unglaublich

Die Zeit vergeht wie im Flug. Und das wird einem umso mehr bewusst, je älter man wird. Selbst mein Studium läuft jetzt schon fast drei Jahre. Wahnsinn. Wie viel habe ich bereits gelernt? Das ist ein anderes Thema. Aber zumindest hat die AOK in einem Brief gemeint, ich hätte mich zu einem "Meister meines Faches" entwickelt. Na die müssen es ja wissen. Wie auch immer. Mittlerweile hat es dieser Blog an die internationale Spitze geschafft und ich kann sagen, dass ich davon vernünftig leben kann. Was nicht unwesentlich an regelmäßigen, jährlichen, wohldurchdachten Beiträgen liegt. Nun kann man es Zufall nennen, dass dieses jährliche Update gerade wieder auf die Prüfungszeit fällt. Kann man machen. Das lassen wir jetzt auch einfach so stehen. Und während ich hier so sitze, mir nicht sicher bin ob die Wärme durch die Fenster kommt, oder geht, hadere ich schon wieder mit der Tagesplanung. Die Belege sind abgegeben, die Praktika absolviert und jetzt stehen noch neun Klausuren an, sowie die Nachbereitung der Praktika. Wo anfangen, wo aufhören, nein, erst einmal wo anfangen. Aufhören liegt mir von Natur aus ziemlich gut. Der oftmals fehlende geregelte Tagesablauf im Studium ist nicht immer leicht. Klar, wissen das Außenstehende immer besser und ich bin mir sicher, dass sie mit jedem Buchstaben Recht haben, den sie sagen. Aber bereits die Tagesplanung entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Mit welcher Klausurvorbereitung fahre ich fort? Welche hat Priorität? Oder schreibe ich erst einen neuen Blogeintrag um alles aufzuschieben und mich danach zu ärgern? Wofür ich mich entschieden habe, scheint an dieser Stelle klar geworden zu sein. Und hat mich jetzt umso mehr motiviert. Apropos: also wenn Motivation nicht DER Schlüssel schlechthin ist, weiß ich auch nicht. Wenn es dafür eine Flatrate gebe, würde ich sie sofort gegen mein Datenvolumen eintauschen.

Tom

Donnerstag, 30. Juli 2015

Überraschung!

Eines könnt ihr mir glauben: ich bin als Autor nicht weniger über diesen Post überrascht als ihr, meine treue Leserschaft die seit dem 9. August 2014 sehnsüchtig auf einen neuen Artikel wartet. Die schmerzliche Wahrheit ist, dass wieder einmal Prüfungszeitraum ist und man gerade in solchen Zeiten überdurchschnittlich oft verschollen geglaubte Dinge wiederfindet... Aber hey, so haben wir alles etwas davon. Heute habe ich übrigens Windows 10 heruntergeladen. Ihr wisst schon, 10, der Teil der chronologisch aber vor allem mathematisch nach der 8 kommt. Nein halt, nach der 8.1 . Wer aber schon einmal über andere Produkte der gleichen Firma nachgedacht hat, dürfte dadurch kaum verwundert sein. Schließlich gab es einst die XBOX, ihren Nachfolger die XBOX 360 und wie soll es auch anders sein, die aktuelle Variante XBOX ONE. Ich weiß nicht, ob nur mir die Fähigkeit fehlt, einen Zusammenhang zu erkennen, aber diese Namen entschädigen nicht einmal durch einen Hauch von Kreativität. One - wow, es muss wohl ein sechsköpfiges Team Monate lang daran getüftelt haben. Aber sei es drum, es war eben nicht meine Entscheidung. Sonst wäre der Titel bestimmt besser geworden um nicht zu sagen TOMAZING. Haha. Ich weiß, zum totlachen.

Samstag, 9. August 2014

downsizing is a crime

Bitte interpretiert den temporär akuten Mangel an Beiträgen als Wahrung der Besonderheit dieses Blogs. Den heutigen Artikel möchte ich nutzen, um meinen Unmut über ein in der Automobilindustrie auftretendes Ereignis zu äußern. Der Posttitel war natürlich schon ein grober Spoiler. Für diejenigen, welche mit dem Begriff nichts anfangen können, sei erwähnt: Downsizing bedeutet hier die Verringerung des Hubraumes eines Verbrennungsmotors bei gleichzeitigem Erhalt seiner Leistungsfähigkeit. Und hier ist auch schon der Knackpunkt. An sich ist der Hintergedanke nicht verkehrt, mit geringerem Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß die Umwelt zu schonen, und trotzdem vernünftige Motorleistungen zu bewahren. Was aber hierbei völlig verloren geht, sind Kultur und Emotionen. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass meinen Untersatz ein 2 Liter Motor mit 4 Zylindern antreibt. Diesen möchte ich auch nicht missen und bin im Wesentlichen zufrieden. Aber im Allgemeinen halte ich Vierzylindermotoren für das Langweiligste, was das automobile Spektrum der Verbrennungsmotoren zu bieten hat, auch wenn es interessante Ausnahmen in Boxer- oder VR-Bauweise gibt. Dennoch halte ich die meisten 5-, 6-, 8-, 10-, 12- und zum Teil auch 3-Zylinder-Motoren für wesentlich reizvoller. Im realitätsbezogenen Bereich interessieren mich vor allem R5, VR5, R6, VR6 und B6 Aggregate, ob mit Aufladung oder nicht. So sehr begeistern könnte mich ein 2.0 Vierzylinder nie, selbst wenn ihn die Hersteller in Turboladern und Kompressoren ersäufen würden. Außerdem haben Saugmotoren sowieso ihren ganz eigenen Reiz. Obwohl ich VW-Fahrer aus Überzeugung bin, möchte ich hier auch die Gelegenheit nutzen, meine Bewunderung für die seidenweichen Reihensechszylinder aus dem Hause BMW auszudrücken. Durch meine Arbeit in einer Kfz-Werkstatt kam ich schon öfter in den Genuss, verschiedene Varianten davon zu fahren und war jedes Mal begeistert. Welche Auto-nicht-nur-nutzen-um-von-A-nach-B-zu-kommen-fahrer wollen auf solche Maschinen verzichten?


Als ich das erste Mal gelesen habe, dass selbst der BMW 328i (!!!) oder bald auch der Porsche Boxster nur noch von einem aufgeblasenen Vierzylinder angetrieben werden, habe ich den Glauben an die Menschheit verloren. Und wenn man dagegen nur einmal an den Klang des B6- oder VR5-Motors denkt... In der heutigen Zeit, in der nichts mehr aufregend und ausgefallen genug sein kann, wird in der Automobilbranche eine solche Tristesse verbreitet. Und von Kunststoffen und Irreparabilität unter der Haube fange ich lieber gar nicht erst an.

Tom

Montag, 4. August 2014

Rigoroser Verkehr

Den perfekten Autofahrer gibt es nicht. Jeder hat Schwächen und macht Fehler, da schließe ich mich nicht aus. Dennoch gibt es einige Verhaltensweisen, die ich öfter beobachten muss und mich einfach nur zur Weißglut bringen. Meinen absoluten Favoriten nenne ich euch gern. Folgende Situation: Man sitzt im Auto und fährt eine Landstraße entlang. Im Idealfall ist diese breit wie ein amerikanischer Highway und kerzengerade. Das kommt gar nicht so selten vor, wie man denkt, wenn man häufig längere Strecken zurücklegt, muss aber nicht unbedingt sein. Wichtig ist, dass die Straße übersichtlich ist. Man hat also eine ordentliche Geschwindigkeit drauf, wie es außerorts üblich ist und sieht in einigen hundert Metern Entfernung eine Seitenstraße. Dort hat natürlich eben ein anderes Fahrzeug angehalten und möchte nun die Hauptstraße in die gleiche Richtung befahren wie man selbst. Hinter einem ist weit und breit kein anderes Auto in Sicht. Der Fahrer bleibt lange Zeit stehen und lässt die Situation in aller Ruhe auf sich wirken. Kurz bevor man die Seitenstraße erreicht, entschließt er sich jedoch, voller Spontanität und Lebensfreude doch noch herauszufahren und zu beschleunigen, wie ein Traktor mit acht beladenen Anhängern. Somit zwingt er einen dazu, stark herunter zu bremsen. Ich habe häufig erlebt, dass die Straße nach dieser Situation auch ziemlich unübersichtlich ist und es sehr unsicher wäre, einfach zu überholen. Wenn das passiert könnte ich aus der Haut fahren. Am liebsten würde ich demjenigen dann auf den Rücken klopfen, und zwar durch den Kofferraum mit meinem Stoßfänger. Das ist es mir allerdings doch nicht wert, danach seine Karosserie aus meinem Kühlergrill zu zupfen. Ich bin ich zwar kein Jurist, aber ich denke, dass dies auch nicht ganz legal wäre. Doch wenn Wut und Blicke töten könnten, hätte ich schon verdammt viel Zeit vor Gericht verbracht.

Tom

Samstag, 2. August 2014

Antrag auf Verzeihung

Endlich lasse ich wieder von mir hören und möchte mich gleich einmal mit vollstem Herzen, vollster Seele und vollem Magen bei euch für die auffällige Absenz neuer Beiträge meinerseits entschuldigen. Ich kann mir bildhaft vorstellen, dass diese Woche wahrlich kein Zuckerschlecken für euch gewesen sein muss. Aber ich habe auch eine gute Nachricht. Der Prüfungszeitraum ist für mich erst einmal vorbei. Konkret heißt das, dass ich die Universität in den nächsten zwei Monaten nicht von innen sehen werde. Klingt lang - aber keine Sorge, ich werde nicht das typische Klischee erfüllen, in den nächsten Wochen durchgängig einen Alkoholpegel von mehreren Promille halten und allen auf der Tasche liegen. In der kommenden Zeit werde ich meinen Tag überwiegend mit Arbeiten verbringen (ja, so richtig mit Hände schmutzig machen und so etwas). Außerdem würde sich großartige Urlaubsausübung für mich sowieso nicht lohnen, da jetzt in allen Bundesländern Ferien angesagt sind, und man kaum irgendwo hinlaufen kann, ohne einen Menschen zu "ertreten". Wenn ihr allerdings eine Reise plant, oder schon verreist seid, wünsche ich euch pompöse Urlaubstage und eine Üppigkeit an Erholung!

Tom

Samstag, 26. Juli 2014

Zum Schießen

Kennt ihr das Klischee, nach dem alle Studenten ständig irgendwelche Fernsehserien schauen? Eine Episode nach der anderen, vorzugsweise auf Englisch. Noch vor wenigen Jahren war mir das ein vollkommenes Rätsel. Vor allem den ganzen Spaß in einer anderen Sprache zu sehen (bzw. zu hören) schien mir utopisch. Mittlerweile wäre es der Versuch einer leichtfertigen Umgestaltung der Wahrheit, wenn ich behaupten würde, mich aus dieser ganzen Affäre herausnehmen zu können, insbesondere was Sitcoms betrifft. Die Vorteile liegen auf der Hand. Eine Episode dauert kaum länger als 20 Minuten, es ist meistens (mehr oder weniger, mal weniger und dann auch mal wieder mehr, oder weniger) witzig und es dreht sich größtenteils um alltägliche Themen. Nachteile gibt es selbstverständlich auch. Vor allem eine Sache haben sämtliche Sitcoms wie "Tom and a Half Men", "The Big Tom Theory" oder "Tom of Queens" gemeinsam haben: Die eingespielten Lacher wirken oft vollkommen deplatziert, sind meiner Meinung nach grundsätzlich überflüssig und stammen teilweise von Menschen, die schon lange nicht mehr leben, da diese Aufnahmen oft uralt sind. Ich entscheide gerne selbst, wann und ob ich lache, und wenn ja, warum nicht. Oft folgen die "Gags" auch so nah aufeinander, dass es vermutlich einfacher wäre, das Gekicher monoton und permanent überzublenden. Ob das für den Zuschauer angenehmer wäre, ist eine andere Frage. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es seltsam wäre, wenn diese "Hintergrundnervereien" auf einmal fehlen würden. Wer sollte mich dann durchgängig daran erinnern, dass wieder einmal eine Szene zum schießen und ich nur zu ignorant war, um den Lachvorgang auszuüben? Vor ein paar Tagen hat Howard bei einem kurzen Stopp übrigens ganz schön seltsam den 'Play'-Button angesehen, als sei er fassungslos wie ich es wagen kann, die Folge zu pausieren...


Tom

Donnerstag, 24. Juli 2014

Hopfendusche

Der heutige Klausurtermin war für 14 Uhr angesetzt. Um in Ruhe aufstehen, frühstücken und noch einiges vorbereiten zu können, entschied ich mich ein vernünftiges Zeitpolster zu schaffen. Ich erhob mich also um 6 Uhr und ging erst einmal davon aus, dass acht Stunden Bruttozeit ausreichen würden. Später hat sich herausgestellt, dass ich sehr großzügig plante. Da meine imposante Frühstücksprozedur allerdings einen gewissen temporären Anteil einfordert, war das durchaus gerechtfertigt. Mit gut gefülltem Magen schaffte ich noch einiges. Dennoch ist die Prüfung eher zwischen den Kategorien "untere Mittelklasse" und "ziemlich schwach" einzuordnen. Dieses Thema ist aber jetzt abgehakt.
Heute Abend wird bei uns gerostert. Ich habe noch einiges eingekauft. Unter anderem eine mir bis dato unbekannte Biersorte, die gar nicht all zu günstig war. Die Probierflasche meinte aber, den Inhalt über all meinen Kleidungsstücken verteilen zu müssen. Natürlich hat sie damit auch nicht mehr aufgehört. Es blieb einem schließlich nichts anderes übrig, als immer weiter nach zu trinken. Ich höre euch schon sagen, "oh nein, eine Bierflasche die niemals alle wird". Diesen Hohn hat mein Mitbewohner auch schon durch den Raum gesprüht. Aber all meine Sachen rochen nun nach Bier. Es hatte also auch etwas Gutes.

Tom